Wir trauern um unseren Seniorchef.

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Josef (Pepi) Ganahl (geboren am 19.11.1923) war das jüngste Kind von Heinrich und Anna Ganahl.
Er erlebte mit seinen Geschwistern Gretel und Heinz eine schöne Kindheit. Im Alter von 17 Jahren wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Nach Stationen in Frankreich und Gefangenschaft in Italien kehrte er nach dem Krieg wieder nach Hause zurück.
Gemeinsam mit seinen Geschwistern musste das Chabeso-Werk und die Schnapsbrennerei neu aufgebaut werden. Durch den frühen Tod seines Vaters Heinrich musste Pepi sehr früh die Verantwortung für den Betrieb übernehmen.
Er war ein Mann, der zupackte. Seine Abfüllmaschinen kannte er in- und auswendig. Wenn es etwas zu reparieren gab, war er der erste, der unter der Maschine lag, egal ob er einen Arbeitsmantel oder einen Anzug anhatte. Er war ein Meister des Improvisierens, darum wurde auch keine Schraube und keine Eisenstange verworfen – man könnte ja vielleicht alles wieder einmal brauchen.

1951 heiratete er Imelda. Sie kümmerte sich um den Haushalt, um die drei gemeinsamen Kinder (Brigitte, Karlheinz und Herbert) und um die Schwiegermutter. Daneben war sie die Seele des Betriebes. Noch heute schwärmen noch alle von ihr.

Pepi hingegen war ein richtiger Patron. Auf der einen Seite energisch, konsequent und geradlinig, auf der anderen Seite humorvoll, gesellig und familiär. Er liebte Feste – vor allem sein Namenstag am 19.3. Sein Geburtstag am 19.11. war ebenfalls ein Fixtermine im Jahr, an dem sich die ganze Verwandtschaft zu Hause versammelte. Auch die Besuche von Pater Roman bleiben unvergesslich. Pepi freute sich auch immer auf die Wochenenden mit seinem Bruders Heini. Die beiden konnten die ganze Familie unterhalten.

Ein wichtiger Bestandteil und Ausgleich zu der Arbeit waren auch Pepis Stammtische – egal ob Riedmiller, Füchsle, Fenkart oder Sternen – alle hatten einen hohen Stellenwert.

Durch die Krankheit seiner Frau Imelda, die 1988 im Alter von 62 jahren viel zu früh verstarb, zog er sich vom Tagesgeschäft zurück. Doch auch in der Pension blieb Stallehr Pepis zweite Heimat. Nicht ohne Stolz besuchte er fast täglich sein Lebenswerk, wobei ihm nichts verborgen blieb und er immer wieder etwas fand, was verbessert werden musste.
Nach einigen Jahren Wittwer-Dasein traf er Gretl Pfluger. Die beiden haben über Monate versucht, die Beziehung geheim zu halten. Durch Gretl hat Pepi wieder richtig aufgelebt und so konnte er mit ihr noch viele schöne Jahre erleben.

Am 2. Dezember schlief er friedlich zu Hause ein, wir werden ihn nie vergessen!

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